Das Potenzial ist erkannt, die Schwächen analysiert und das Ziel klar: Schleswig-Holstein will Deutschlands Gesundheitsland Nummer eins werden.
"Es geht voran!" verkündete Hans-Jürgen Kütbach, Vorsitzender des Heilbäderverbands Schleswig-Holstein e.V. (HBV) auf dem "Gesundheitsforum 2005" am Freitag, 25. November in Damp.
Karin Wiedemann, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr, überbrachte einen Förderbescheid der Landesregierung für das HBV-Projekt "Touristische Entwicklungsperspektiven der Gesundheitswirtschaft in Schleswig-Holstein". Einen Leitgedanken für den neuen Marktauftritt der Heilbäder schuf Dr. Thomas Wessinghage von der Rehaklinik Damp in seinem Vortrag: "Tourismus macht Medizin für Menschen angenehm."
Karin Wiedemann lobte das Engagement des Heilbäderverbands. Die Untersuchung gebe den Kurorten wichtige Entscheidungshilfen für die Positionierung am so genannten "neuen Gesundheitsmarkt" jenseits der Kassenmedizin und werde Klarheit über die Ansprüche der Urlauber einerseits und die Potenziale der Orte und Betriebe andererseits schaffen.
Nach Einschätzung der Staatssekretärin fordern Gesundheitstouristen "einen auf wissenschaftlichen Grundlagen und medizinischen Erfahrungen begründeten Urlaub zur Erhaltung oder Verbesserung der Gesundheit". Qualität und Dienstleistung werden die entscheidenden Faktoren für einen Erfolg bei den Gästen sein.
Die ersten Analyseergebnisse hatten die Agenturen "Project M" aus Lüneburg und "Inspektour" aus Heide den Verbandsmitgliedern am Tag vor dem Gesundheitsforum präsentiert. Ihre Untersuchungen zeigen, dass Schleswig-Holstein das einzige deutsche Bundesland ist, für das gilt: "Alle Arten von Urlaub im Land sind gesund". Um diese Grundkompetenz noch stärker zu nutzen, sollte sich der Gesundheitstourismus konsequent auf präventive Angebotsformen ausrichten, so die Experten. Es gelte, innovative Produkte zu schaffen, die die typischen Charakteristika des Landes - Reizklima, Salz, Meer und UV-Strahlung - herausarbeiten.
Der Heilbäderverband wird auf seiner Klausursitzung im Dezember eine entsprechende Marketingmasterplanung aufstellen. Um die Kräfte im Land zusammenzufassen, werden im weiteren Verlauf weitere gesundheitstouristische Projekte aus Schleswig-Holstein in die Kampagne des Heilbäderverbands integriert und das Gesamtergebnis in die Gesundheitsinitiative der Landesregierung eingebracht.
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